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World Institute for Sensation Homeopathy

Gräser in der Homöopathie - Poaceae / Cyperaceae

Süßgrasgewächse (Familie Poaceae/Graminae), Ordnung: Poales/Graminales, z.B. Bambus, Getreidearten usw.

Sauergrasgewächse (Familie Cyperaceae), Ordnung: Cyperales, z.B. Papyrus…

Süßgräser haben lange schmale Blätter mit parallelen Adern, eine runden, oft hohlen Stiel, durch Knoten gegliedert, mit unauffälligen Blüten (Rispe oder Ähre). Sie sind Pflanzen der Savanne, Prärie, Steppe (verhindern das Austrocknen des Bodens).

In dieser Pflanzenfamilie befinden sich die Getreide, die Grundnahrungsmittel der Menschen und in Weiden und Wiesen als Futter/Lebensgrundlage für die Tiere. Sie haben eine nährende Funktion. Sie stehen in Gruppen (Familie und Ernährung sind wichtige Themen), bilden Horste, d.h. stehen eng beieinander..

Die Zellwände der Gräser sind reich an Silicea, das stabilisierende Attribute hat, um vor Pilzbefall zu schützen, aber gleichzeitig eine gewisse Starre, Steifheit oder Stacheligkeit hervorbringt. Berührung kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Jeder Halm ist vereinzelt, aufrecht, stabil, schwingt hin und her (Gleichgewicht? Schwindel?), stehen still, aber mit geringster Luftbewegung beugen sie sich, sind dadurch flexibel und reaktiv. Sie werden durch den Wind bestäubt, haben viele Samen (viel oder wenig Nahrung? Hunger oder Überfütterung?)
Sie wachsen nicht in die Breite sondern in die Länge. Gras, kommt vom indogermanischen Ghr, mit der Bedeutung wachsen (englisch grow) und Farbe Grün.

Die Halme der Sauergräser sind nicht durch Knoten gegliedert, z.B. Riedgräser und Binsengewächse.

Gras als Metapher:
- Dem Gras beim Wachsen zusehen (Langeweile)
- Gras rauchen (Marihuana)
- In Gras beissen (sterben
- Bis Gras darüber gewachsen ist (bis alles längst vergessen ist)
- Da wächst kein Gras mehr (da ist alles komplett zerstört)
- Das Gras wachsen hören (starke Sinnesschärfe)

Homöopathie (mögliche Indikationen)
Allergien: Heuschnupfen, Heuasthma; Urticaria, allergische Dermatitis,
Verdauungsprobleme (Unverträglichkeiten)
Nervenerkrankungen (Zittern, Schwindel)
Wirbelsäulen, Nackenbeschwerden

Reizworte für Gräser:
stabil, stark, aufrecht, grundiert, verwurzelt, steif, gerade, Stütze, Halt, Pflicht
versus
schwach, verseht, verbogen, schwankend, lenkbar, zerlegbar, zerbrechend, locker, leicht, zerzaust durch Wind/Luft

Reizworte der Empfindung:
brennend, schneiden, jucken, Nadeln, perforieren, lochen, gespitzt, stoßen, zerstechen, durchstechen, durchbohren, stachelig, gereizt, Stift/Stock/Stab, Splitter, Dorn, Widerhaken, Stich, klingen, krabbeln, kitzeln.

Menschliche Entsprechungen:
ausgeschlossen, schwach, schlaff, zittern, benötigen Unterstützung, müssen anlehnen, wie betrunken, Schwindel, keine Konzentration, Verwirrung, vergesslich, Apathie, Ermüdung, fühlen sich überlastet (nach Geburt wie Sepia z.B.), Wind verbessert oder verschlechtert, trockene schuppige Haut, brüchige Nägel, biegsam, geschmeidig, flexibel, Hyperaktivität, Ehrgeiz.

Die Familie der Süßgräser (Poaceae)


Bambus arundinacea


Bambus mit starker Kieselsäurespeicherung und der Tendenz zu verholzen, steinhart zu werden und trotzdem elastisch zu bleiben. Bambus hat viele Knoten, die Zwischenräume sind hohl. Wird verwendet zum Stabilisieren, Stützen anderer Pflanzen. Bambus hat bescheidene Blüten.

In der homöopathischen Studie Bambus (2/Schuster) berichtet der Autor u.a. von Bambus als Symbol für die Kunst des Überlebens, der Bescheidenheit, vom Alter, von Elastizität im Sinne von Anspannung, Verspannung und Steifigkeit oder auch Hypermobilität der Wirbelsäule (sowohl im Körper als auch in der Psyche) mit Bemerkungen „will Ballast abwerfen“, „möchte nicht für alles und jedes verantwortlich sein“. Damit also ein Mittel für Stress- und Burnout-Syndrom, berufliche Überlastung (Bambus wächst schnell) und Kräftezerfall durch Überforderung, auszehrende Lebensweise, Pflege, hektisches Leben, während und nach Schwangerschaft, PMS, Dysmenorrhoe usw. Dadurch entsteht ein „Durchhängezustand“: möchte weglaufen, nichts mehr hören und sehen, nur noch rumgammeln, tägliche Pflichten sind wie ein Rucksack.

Empfindungen: gefangen, überfordert, Stress, eingeengt, jeder Freiheit beraubt, alles wachst mir über den Kopf, kann nicht mehr lachen, keine Konzentration mehr, vergesslich, macht Fehler, Stange, Stock, Stab, festgehalten, Zittern, Zusammensacken, hohle, schwer schwach, leer, verwirrrt.

In der Volksmedizin wurde Bambus bei Uterusleiden, Bluterkrankungen, als Wurmmittel, bei Gelenkentzündungen, Ohrenerkrankungen usw. angewendet, wirkt auf Hypophyse und Hormonsystem.

2/ Schuster, Bernd, Bambus, Kentgesellschaft, Kronberg, 1996

In der Volksmedizin wurde Bambus bei Uterusleiden, Bluterkrankungen, als Wurmmittel, bei Gelenkentzündungen, Ohrenerkrankungen usw. angewendet, wirkt auf Hypophyse und Hormonsystem.

Medizinische Begriffe: Bamboo-Spine = Mb. Bechterew, Bambus-Rippen bei Glasknochenkrankheit.

Auf der körperlichen Ebene: Verspannungen Versteifungen, starre Schmerzen, wie eingerostet, Stange im Rücken, schmerzhafte Spannung, muss stützen, Schwäche, Unsicherheit, Schwindel; als ob Boden schwankt, Verlangen, Kopf anzulehnen, extrem frostig, empfindlich auf Zugluft und Kälte.

Zusammenfassung Bambus: Instabilität, auseinanderbrechen/Fallen, schwankend, Balance suchend, steif, starr im aussen, Stab/Stock/stechend, durchbohrend, zerspringen, weil so steif (crcks), Eiseskälte



Oryza sativa - Reis (3/Israel)


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Foto: Oryza sativa, Copyright Jürgen Weiland

Reis dient der Grundversorgung, steht im Wasser, braucht viel Zuwendung
Routinearbeit, wird von Hand gepflanzt, ständig sich wiederholende mühsame Arbeit

Homöopathie: Gewissenhaftigkeit, Zwanghaftigkeit, halten sich an Kleinigkeiten fest (= kontrollieren), sind pingelig, ordentlich
Müdigkeit, Erschöpfung, keine Energie, als ob in Ohnmacht fallen, keine Balance halten können
Verlust der Orientierung
Entscheidungsunfähigkeit, unkonzentriert, verwirrt, vergesslich
„mein Hirn ist wie gekneteter Teig“
Schwindel, Schwanken: muss sich setzen
Verlassenheitsgefühl (Wahnidee: vernachlässigt, missverstanden, nicht anerkannt, in Not)
Allergien: jucken, kribbeln, krabbeln, stechen, brennen, als ob Pfeffer auf der Haut, brennen im Magen mit Übelkeit und Druck, Diarrhö, Ernährungsstörungen

3/ Homöopathische Prüfungen in Israel. Peter Friedrich/Deutschland


Stigmata maydis - Mais - Zea (4/Israel)


Fülle, Überfluss, Reichtumedge

Foto: Stigmata maydis, bezogen von www.wikipedia.org

Homöopathie: ärgerlich, kritisch, feindlich, reizbar, verwirrt, nicht fokussiert, unterdrückter Zorn, es kommt raus, heisser Kopf, kocht, Streit, Zorn, Wut
Steinbildung (Niere)
chronische Blasen-Entzündungen

4/ Homöopathische Prüfungen in Israel


Triticum vulgare - Weizen - (5/Israel)


Weizen ist Grundnahrungsmittel. Urweizen, die Mutter unseres Weizens, ist Emmer.
Weizen muss gemahlen werden (unähnlich Reis), d.h. er muss bearbeitet werden. Der Beruf des Müllers hatte früher wenig Anerkennung, nicht gut bezahlt trotz harter Arbeitsleistung. Getreide ist Fruchtbarkeit, Sizilien die Kornkammer des römischen Reiches (Bibel: Speicher füllen).

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Foto: Weizen, Quelle: www.wikipedia.org

Homöopathie: Keine Freude, kein Enthusiasmus, Melancholie, keine Kommunikation, ruhig, introvertiert, muss mich und andere ernähren, niemand tut was für mich, Geld/Erbe: nichts bekommen zu haben, keine Unterstützung.
Verlangen nach Brot und Kohlehydraten, man muss sich anstrengen (wird erst süss wenn man lange kaut).
Verdauungstrakt: Übelkeit, Diarrhoe, Magenschmerzen) allergische Reaktionen auf weisses Mehl, Juckreiz, Brennen, Allergien.

5/ Homöopathische Prüfungen in Israel

Arundo - Schilfgras (verschiedene Arten)


Die Pflanze liebt feuchte Standorte (Küsten, Flüsse, Seeufer, Sümpfe) wird benutzt für Matten, Körbe, Stängel verwendet für Stifte, Instrumente (Oboe, Fagott, Panflöte)
Das Schilfgras wächst so schnell, dass es andere Pflanzen verdrängt, eine der am schnellsten wachsenden Pflanzen der Welt.

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Foto: Arundo donax, Copyright Harry Rose, bezogen von www.flickr.com

Homöopathie (6/Allen, Kent, Hering): Allergien mit Juckreiz, Sticheln, Brennen und mit viel Schnupfen, Schleim, Speichel (von allem zu viel: Milch in der Brust, Sexualtrieb usw.)
Ruhelosigkeit, Instabilität, fröhlich, albern, immer zu spät.

6/ Allen, Hering, Kent, Homöopathische Prüfungen

Saccharum offininale (album) - Zuckerrohr (7/Israel)



Zuckerrohr ähnelt Bambus, ist nicht hohl, hat den süssen Saft.
Dioskurides verschrieb des gebrechlichen Menschen.

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Foto: Zuckerrohr, Copyright Franco Follini, bezogen von www.flickr.com

Homöopathie: Schwere, Steifheit, Leeregefühl, Schwäche, Zittern, Auszehrung, Schwindel als ob Bett sinkt, schwanken
Mangel an Zuwendung (nicht geliebt, vernachlässigt, verlassen, isoliert)
Verzweifelte Suche nach Liebe und Zuwendung, sucht Aufmerksamkeit, ist besitzergreifend, unzufrieden
schwankender Zuckerstoffwechsel, dadurch starkes Verlangen nach Süßigkeiten
orales Bedürfnis: Finger im Mund, Daumenlutschen (Clarke: verwöhnte launische Kinder, die an den Finger lutschen lutschen)
Anorexie, Bulimie, Diabetes
Ruhelosigkeit, es fehlt was, Energie ist nicht in Balance alternierende emotionale Zustände:
- Verlangen Zuwendung und dann Verweigerung
- sanft, launisch, labil bis hysterisch, ärgerlich, reizbar
- Periodizität
Empfindungen: jucken, stechen, kribbeln, krabbeln, brennen, scharf

7/ Homöopathische Prüfungen in Israel


Avena sativa - Hafer


Ist ein Grundnahrungsmittel für Pferde, ist beruhigende Nahrung oder auch ein Energieschub
Hafer schleimt ein (Hafertee bei Magenbeschwerden)
Hafer nimmt man wenn die Eisenspeicher leer sind
Hafer blüht mit absteigender Sonne (Mittel für die alternden Menschen?)
Metapher: vom Hafer gestochen = wildes Verhalten, schwer zu bändigen, übermütig

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Foto: Arena sativa, Copyright „waferboard“, bezogen von www.flickr.org

Homöopathie: Vergiftung durch Alkohol und Narkosemittel, Gereiztheit
Stress, Nervenschwäche, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen: Schulprobleme, Überanstrengung des Gehirns
ZNS-Symptome: Parkinson, Chorea, Epilepsie, Taubheit der Beine, Alters-Zittern
Schwach, alt, abgemagert (auch Kinder), Hinken bei Gehen, als ob Fußfessel
Empfindung: Zittern, Zucken, brennen, jucken


Poa annua (8/)




Illustration: Poa annua, bezogen von www.wikipedia.org

Homöopathie: abgeschaltet, abgestumpft, Müdigkeit, Lethargie, Demenz
Allergie: Brennen Kribbeln, kritzeln
Empfindungen: Stechen, Stich, Pflock, Dolch, erstarrt, steif


8/ http://c3-in-berlin.blogspot.de/2011/09/poa-annua-einjahriges-rispengras.html


Cynodon-dactylon = Hundszahngras


ist ein Gewürz, zitronenartig mit Rosenduft
wirkt intensiv reinigend, aufhellend


Foto: Illustration Hundezahn, Cynodon dactylon, bezogen von www.wikipedia.org

Homöopathie: Schwäche, Zittern, Schwindel, Sensibilitätsstörungen
als ob elektrische Schocks, zucken, Tendenz zu fallen



Cymbopogon citratus = Lemongras


ist ein Gewürz, zitronenartig mit Rosenduft
wirkt intensiv reinigend, aufhellend

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Foto: Cymbopogon citratus, Copyright Shihmei Barger, bezogen von www.flickr.com

Homöopathie: Schwäche, Zittern, Schwindel, Sensibilitätsstörungen
als ob elektrische Schocks, zucken, Tendenz zu fallen


Anantherum - Vetiver - Süßgras - Andropogon muricatus - Cuscus grass


Das Gras wird angebaut, um drohende Bodenerosion zu vermeiden. Die Wurzeln halten den Boden feucht und können ihn entgiften. Das getrocknete Kraut wird benutzt als Räucherwerk und wegen des bitteren, balsamischen Geruches für die Parfümherstellung benutzt.

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Foto: Vetiver grass, bezogen von www.wikipedia.org

Homöopathie: Gemüt - Haut - Drüsen
Unruhe, Zwangshandlungen, Monomanie, ADHS?, suicidal, zerstörerisch, Verrücktheit (Rubrik im Repertorium: Monomania: going out, dressing in a grotesque manner)
Brennende Hitze - Eiseskälte, Wind verschlechtert
Schwäche, Ohnmacht, Fallen
Ischialgie, Neuralien, Knochenschmerzen
Jucken, brennen, krabbeln


Lolium temulentum - Schwindelhafer


Wächst oft in Kornfeldern; Lolium wird kontaminiert durch einen Pilz, der Rauscheffekte erzeugt. Aus diesem Grund wurde Lolium dem Bier zugefügt.
Homöopathie: narkotisch, schläfrig, schwindelerregend, Gangstörung mit Stolpern und schwankendem Gang oder mit Konvulsionen, Spasmen und Pupillendilatation.
Körpertemperatur herabgesetzt, Kälteschauer bei Berührung von Papaier, Quietschen der Tür, Empfindung eines Eisklumpens am Hinterkopf, Kopf wie ausgestopft mit dicker Substanz.


Illustration: Lolium temulentum, bezogen von www.wikipedia.org


Agropyron repens = Quecke


Die Quecke wird von Viren und übertragbaren Pilzen als Wirtspflanze benutzt, speziell von den Mutterkorn-bildenden Pilz Claviceps purpurea.



Illustration: Agropyron repens, bezogen von www.wikipedia.org

Homöopathie und Pflanzenheilkunde: Schnupfen mit starker Schleimabsonderung, Harnwegsentzündungen, Nierenerkrankungen, Blutreinigung und rheumatischen Beschwerden


Phleum praetense = Wiesenlieschgras


schweres nährstoffreiches Futtergras, Heuschnupfen durch den Pollenflug des Grases



Illustration: Phleum pratense, bezogen von www.wikipedia.org

Homöopathie: Heuschnupfen, Asthma, Jucken Nase und Augen



Stipa pennata = echtes Federgras (9/Schadde)


Synonyme: Grauscheiden-Federgras, Flunkerbart, Marineflachs, Waisenmädchenhaar, Feenhaar, Teufelshaar

Die Halme stehen aufrecht, stehen dicht zusammengedrängt (Horste); am oberen Rand der Blattscheide befinden sich feine Wimpern.
Das Gras ist an der Basis zugespitzt und kann sich in den Boden, aber auch in die Haut von Tieren einbohren. Rückwärts gerichtete Borsten fördern ein bei Tieren unzweckmässiges tieferes Eindringen. Durch das tiefe Einbohren können Federgräser z.B. den Schafen schweren Schaden zuführen.

Erste meditative Erkenntnisse: Schönheit, Anmut, Feinheit, kitzelig, zittern im Wind, kindlich lächelnd, autoaggressiv, ätherische Kinder, die nicht richtig inkarniert sind, wurzellos, instabil, Uterus, Harnröhre, Verlangen Schokolade

Verreibung: hart, spröde, spiralförmig, Drehbewegung, Anmut, Antenne, Verwirrung, Traumfänger, hypersensibel; Nase verstopft, Ziliarhärchen des Innenohres, Töne werden durch Luft übertragen.
zäh, pappig, verspannt; steif, altern, wurzellos, Zeit des Wechsels, allein aber nicht einsam, viel Durst, Augenjucken, Reizhusten, trockene Schleimhaut, Jucken im Ohr, Wimpern, Haare empfindlich.


Homöopathie: trockene Augen durch wenig Schlaf, alles ist trockener, ausgetrocknet: Hals, Bronchien. überreizt, räuspern mit Trockenheit, feiner Staub wie Salz in den Augen, überanstrengte Augen (z.B. durch zu viel fernsehen), belegte Stimme
7 Druck im Rücken, man kann nicht durchatmen, es bläst sich auf wie eine Schale, dadurch entsteht Druck, wie wenn jemand einen Dorn reindrückt.

9/ Homöopathische Studie, Anne Schadde, 2015


Die Sauergräser (Cyperaceae)



Papyrus


Papier leitet sich von Papyrus ab. Die Wurzelstöcke sind eßbar.
Papyrus wächst nur in Wassernähe und bildet bis zu 5 Meter hohe Stengel, aus denen in Ägypten im Altertum Boote gebaut wurden. Die Papyruspflanze war Symbol der aus dem Urwasser entstandenen Welt und damit mit Unterwelt und Wiedergeburt verbunden. Beschriftetem Papyrus wurde magische Kraft und medizinische Wirksamkeit zugesprochen.

Rezept eines Kinderheilmittels: (Papyrus Ramesseum)
„Ein anderes Heilmittel für das Veranlassen, dass ein Kind die Stauungen von Harn ausscheidet, die in seinem Bauch sind: Ein altes Papyrusblatt, zerkocht in Öl/Fett; werde sein Bauch damit gesalbt, so dass seine Harnausscheidung sich regelt.“ (10)

10/ (http://faszination-aegypten.de/Aegyptothek/Wissenschaft/Medizin/papyrus.htm)

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Foto: „Papyrus plants in a constructed wetland“, Copyright Heike Hoffmann, bezogen von www.flickr.com

Homöopathie (11/Schadde, 2015)

Gemüt: Unausgeruht, emotionsloses Gefühl, fast leer: keine Lust; nichts regte mich auf , nichts freute mich, nichts hat mich berührt. Ich war eine leere Hülle: wie ein Gummischlauch, der in sich zusammenfällt (Handbewegungen), zusammensackt. (Proband 1)
Frohgestimmt, fröhlich, hoffnungsfroh getragen (abwechselnd mit ‚Gefühl als ob „Stöpsel“ gezogen, erschöpft, ausgelaugt, traurige Grundstimmung) (Proband 2)

Träume: 1. Gefühl von Verunsicherung, passt nicht in meine Realität, in den „gewohnten Rahmen“ meines Lebens. Verwunderung, das Leben geht weiter. 2. Gefühl im Körper: zusammen krampfen, nicht bewegen können, starr sein, was da passiert, nur schauen. 3. Finde Wespennest, will es wegtragen, versinke im morastisch-sumpfigen Boden. (Proband 2)

Schwindel: Gangunsicherheit. Unsicher beim Treppab-Gehen, als würde ich nicht sehen wie weit die Stufe entfernt ist, musste fokussieren, sonst wäre ich gefallen. Gefühl als würde der Kopf leer sein und kurz absacken mit komischem Gefühl im Genick. Ich bleibe kurz stehen, dann kommt wieder Blut in den Kopf, dann ist es besser (Mittel für ältere Menschen?) (Proband 1)

Kopf: Schweres Erwachen mit heftigen Kopfschmerzen auf Schädeldecke rechts vom Scheitel; als würde jemand einen Keil von oben reindrücken (loslassen und drücken, intervallmässig: besser durch Druck mit flacher Hand, beim Loslassen wurde es schlechter; Bild einer Axt, die jemand reinsteckt und rauszieht. (Proband 1)
Schmerzen auf Schädeldecke rechts vom Scheitel als ob Stock durchgebohrt wird; ich will Stock rausziehen, damit der Schmerz aufhört: schlechter durch Erschütterung (Radfahren, Bewegung), besser durch Ruhe und Liegen. (Proband 2)
Kopfschmerz wie in Schraubstock, Schlechter durch geringste Bewegung (Migräne mit Übelkeit), besser durch Kaffee. (Proband 2)

Augen: Brennen in Augen morgens; zog die Augenlider runter; besser durch Schliessen der Augen. (Proband 1) Zucken des linken Augenlids und Augenbraue ( Proband 2) Schwere der Augen, als ob Säcke an den Unterlidern hängen, zieht alles runter. (Proband 3)

Ohr: Krusten im Gehörgang, gelb, schmerzend bei Berührung, als ob entzündet. Beide Gehörgänge juckten, morgens war Gehörgang wie zugekleistert mit Krusten und Ohrenschmalz, viele Absonderungen, matschig im Gehörgang.

Mund: extreme Trockenheit (Proband 3)

Schlaf: schlecht eingeschlafen, sehr geräuschempfindlich, jedes kleinste Ding stört, als wäre es jedes Blatt, das runterfällt bis 2 Uhr in der Nacht. (Proband 1)
Müdigkeit: Schlaf: unruhig, oft aufgewacht durch Geräusche, durch Nachbarn, die nach Hause kamen etc. (Proband 2)

Rücken: Schmerz in Pobacke, krampfartiges Ziehen ins Bein (Proband 2)

Extremitäten: (Ischiasbeschwerden) besser Bewegung, schlechter beim Anfang der Bewegung und morgens. (Proband 2)

Blase: Ständiges Wasserlassen, ohne viel getrunken zu haben (Proband 1)

Haut: Stiche: rot - dick - heiss - bläulich - livide - juckend mit violetter Umrandung (Proband 1), Stiche, rot juckend, starke Hornhautbildung an beiden Fersen, trockene rissige Haut (Proband 2)

Generelles: Extreme Müdigkeit zog sich durch Körper den ganzen Tag. (Proband 1)
Müde - schlapp - hohl - leer - keine Lust auf Kontakt abwechselnd mit Mordspass, aufblühen, sich präsentieren, sich schön fühlen. (Proband 1)
Müdigkeit, Mattigkeit, Überforderung, Ohnmacht, ich war ganz fertig (Proband 3)

11/ Homöopathische Studie, Anne Schadde, 2015


Zusammenfassung der Themen der Gräser in der Homöopathie



Thema: Stabil - Instabil: Zittern, Schwanken, Schwindel

Lolium: schwankendes Gehen,Gangstörung, stolpern
Oryza: Schwanken, muss sich setzen, Schwindel, als ob in Ohnmacht fallen
Saccharum off.: schwankender Zuckerstoffwechsel, schwankende Energie und Emotion, Schwere, Steifheit, Zittern, Schwindel als ob Bett sinkt.
Avena sativa: Zittern, Schwanken, Nervensystem, Stress, Hinken als ob Fussfessel
Arundo: überschiessende allergische Reaktionen
Bambusa: schwankende Wirbelsäule (Schwingen)
Papyrus: Gangunsicherheit, absacken, fallen
Cymbopogon: Zittern, Schwindel, Fallen, als ob elektrische Schocks


Thema: „Lichtspeere“ (verkrampft, starr, rigide)

Bambusa: Stab, Stange, Stock, Stütze, Pflock, Dorn
Stipa pennata: Einbohren, eindringen, Speer, Dorn, eingedrückt
Papyrus: Keil, Stock, Axt
Poa annua: Stechen, Stich, Pflock, Dolch, erstarrt, steif

(Wir können erkennen, dass bei den neueren Studien die Empfindungen der „Lichtspeere“ von Spitze, Dorn, Stange, Stock, Pflock intensiver in den Vordergrund getreten sind.)


Thema: Müdigkeit, Schwäche

Bambusa: gefangen, überfordert, Stress,zusammensacken
Papyrus: Gummischlauch, zusammengesackt, hohl, leer
Stipa pennata: überreizt, rote Augen, geschwächt
Triticum: keine Freude, kein Enthusiasmus
Anantherum: Schwäche, Ohnmacht, Fallen
Saccharum off.: Leeregefühl, Schwäche
Cymbopogon: Schwäche


Thema: Trockenheit - Wasser

Stigmata maydis: chron. Blasen-Entzündung
Arundo: viel flüssige Absonderungen
Agropyron: Harnwegs- und Nierenerkrankungen
Stipa: ausgetrocknet, Staub wie Salz
Papyrus: ständiges Wasserlassen


Thema: Allergien/Asthma
stechen, kribbeln, krabbeln, jucken, sticheln, brennen, scharf
Bambusa
Oryza (Reis)
Triticum (Weizen)
Arundo
Saccharum off. (Zuckerrohr)
Avena sativa (Hafer)
Poa annua
Cynodon
Cymbopogen
Anatherum
Phleum
Stipa pennata (Federgras)


Empfindungen der Gräser (Vorschlag)


Empfindung: Gleichgewicht suchen, Schwanken, instabil, unsicher, aus der Balance, Stock, Pflock, Dorn, Stechen

Passive Reaktion: Schwäche, müde, leer, hohl, schwindelig, ver-/gebogen, geknickt, zittern, Kälte, ausscheren, zusammensacken

Aktive Reaktion: anspannen, fest, starr, steif, festhalten, stützen

Kompensation: mitschwingen, anpassen, unbeschwert, lustig, gelöst, muss darauf achten, dass alles zusammenhält und nicht aus der Reihe/Familie, aus dem Gefüge fällt

Miasmen (Vorschlag)

Typhoid: Mais, Stigmata maydis ( muss sich zusammenreissen, damit nicht explodiert)

Malaria: Saccarum off. (Periodizität: abwechselnde Zustände ärgerlich - hyper)

Ringworm: Papyrus (alternierend: lustlos - hoffnungsfroh, emotionslos - freudig)

Cancer: Oryza sativa (mühsam zwanghaft, erschöpfend)
Bambus (muss enorme Kräfte aufwenden, um die Stabilität aufrechtzuerhalten

Tuberkulinisch: Arundo (hohe Aktivität, Produktion von Schleim/Flüssigkeit)

Lepra: Triticum (keine Freude, keine Unterstützung, zum Scheitern verurteilt)

Syphilitisch: Avena sativa (Zerstörung)


Ich würde mich freuen über Erfahrungsberichte von KollegInnen mit der Anwendung der homöopathischen Mittel aus der Familie der Gräser.

Anne Schadde
Nymphenburger Str. 122
80636 München

www.anne.schadde.de
anne@schadde.com


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