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World Institute for Sensation Homeopathy

"Waterworld" - Fische in der Homöoapthie

Von der Anatomie der Fische, zur Mythologie, zur homöopathischen Gruppenanalyse hin zu einem ausführlichen Überblick über die charakteristischen Fisch-Symptomatiken bei Patienten. Weiter geht es mit Materia Medica, Mittelprüfungen und Fallbeispielen von 19 bekannten und neuen Fischen. Abschliessend listet die Autorin toxikologische Informationen und ähnliche Mittel auf und beschreibt einen Vergleich von Aqua Marina und Natrium muriaticum zur Gruppe der Fische.
Zahlreiche Zusammenfassungen, Listen und Diagramme erleichtern den Überblick.

Die Fische gliedern sich in die Knorpelfische und die Knochenfische:
Knorpelfische sind die fast ausschließlich im Meer lebenden Haie, Rochen und Seekatzen.
Knochenfische sind, im weiteren Sinne, zusammengesetzt aus Fleischflossern und Strahlenflossern.

Die Fleischflosser umfassen die marinen Quastenflosser und die Lungenfische. Die Strahlenflosser mit über 30 000 Arten, schließen alle übrigen Fischgruppen mit ein.
Im weitesten Sinne werden auch die Schleimaale und Neunaugen zu den Fischen gezählt. Fische stellen im Sinne der Kladistik kein Taxon dar, denn sie sind nicht aus gemeinsamer Abstammung hervorgegangen. Es ist daher fraglich, ob wir eine VitalEmpfindung der Fische überhaupt so präzise herausarbeiten können. Vermutlich wird die Betrachtung der einzelnen Unterfamilien genauere VitalEmpfindungen ergeben, als die der Fische im Allgemeinen?

Viktoria Bodrogi hat trotzdem die Fische in homöopathischer Manier charakterisiert:
Auf 100 Seiten sind die Mittelprüfungen aufgelistet; die Hälfte davon ist mit lehrreichen Fallbeispielen illustriert. Geistes- und Gemütssymptome, körperliche und Allgemeinsymptome werden ausführlich dargestellt.
Im Vergleich enthält Vermeulen’s „Synoptische Referenz“ - homöopathische Arzneien aus dem Tierreich, deutlich weniger Mittelprüfungen als „Waterworlds“, und keine Fallbeispiele.

Nachfolgend einige der homöopathischen Themen, welche die Autorin aus den Mittelprüfungen und Fallbeispielen extrahiert hat:
- Sie leben in einer Traumwelt, lassen die Welt vorüberziehen. Ihre innere Welt ist wie ein Schutz, ein Filter für sie, durch die sie die Realität wahrnehmen.
- Kontakt ist schwierig: Selbst wenn sie mit jemand sprechen, vermeiden sie Augenkontakt.
- Sie erscheinen gelangweilt, gedankenlos, erscheinen abwesend. Dies ist ihre natürliche Reaktion im Kontakt – denn sie sind misstrauisch, oder haben Angst vor Menschen, speziell dem anderen Geschlecht.
- Ihre Gefühlswelt ist sehr veränderlich: schnell ärgerlich, ja abrupt und jähzornig, abwechselnd mit fröhlich sein, Musik hören, witzige und verrückte Dinge tun, dazu auch unruhig sein, springen, rennen und einen Adrenalinschub erleben.
- Sie haben endlos viel Energie, sind schnell im Handeln und Denken: schlafen ist Zeitverschwendung. Dann plötzlich sind sie müde, erschöpft: die Emotionen und die Energie verändert sich abrupt. Schlaflosigkeit aufgrund von zu viel Energie.
- Sie können sich als grösser und länger wahrnehmen.
- Nostalgie, Träume, Heimweh

Viktoria Bodrogi beschreibt Empfindungen wie leicht- schwer, Gefühl von feststecken, sowie typische Pathologien, u.a. Essstörungen, neurologische Problematiken und Demenz.

Die Autorin wagt sich sogar daran, Charakteristika der Fischgruppen vorzuschlagen: zum Beispiel beschreibt sie Friedfische als kindlich und fröhlich. Sie unterscheidet hierbei jagende Fische von Beutefischen, sowie umherziehende, bodenbewohnende sowie ufernahlebende Fische.
Ich denke es wird noch einige Jahre an Forschung brauchen, bis wir ähnliche Fischarten derselben Gruppe verstehen und so die VitalEmpfindungen auf der Basis der zoologischen Einteilung sicher festlegen können.
Die DD der Fische zu Drogenmitteln, Pilzen, und Ähnlichkeit mit den Lanthaniden ist ihr gut gelungen.

Vermutlich werden wir in unserer Praxis überhaupt auf die Idee „vielleicht ein Fisch“ kommen, weil unser Patient solch einen starken Bezug zum Element Wasser hat. Dies beschreibt Viktoria Bodrogi folgendermassen:
In der Natur sind die Patienten natürlich gern am Wasser, am Meer, und notfalls im Schwimmbad. Sie sind gern Draussen, riechen und berühren die Welt und spüren den Wind. Sie möchten die Stadt und die engen Räume der Wohnung hinter sich lassen: sie erleben es wie ein Gefängnis, in dem sie nicht atmen können. Das Wasser gibt ihnen viel Energie, manchmal reicht es einfach die Wasseroberfläche zu berühren. Falls das nicht möglich ist hören sie Meditatives, möglichst mit Meeresrauschen, Wasserfälle usw. Natürlich haben viele einen direkten Bezug zu Fischen.

Die Überraschung war gross, als ich einen meiner Fälle revidierte, der bisher erfolglos das Heilmittel Androctonus ( Skorpion) bekam: Der Patient beschrieb einen sehr starken Bezug zu Wasser von Kindheit an. Seine Lebensenergie wurde sehr intensiv beim Erzählen von seiner Leidenschaft: dem Baden im Meer.
Alle Charakteristika der Fische, die in „Waterworlds“ genannt wurden, waren in den beiden Anamnesen des Patienten Wort für Wort notiert. Jetzt wusste ich was ich zu verschreiben hatte: einen Fisch! Das Repertorium und die Mittelprüfung bestätigte, und sodann begann eine mehrjährige Begleitung einer umfassenden Heilung.

Vielen Dank an Viktoria Bodrogi, uns die Welt der Fische so präzise zu charakterisieren!
Ein Meer an Forschung liegt vor uns!


Sigrid Lindemann
www.sigridlindemann.com
WISH Dozentin, mit Videoseminaren zur Sankaran -Methode seit 2005
Publikation in Spektrum, Homeopathia Viva, Homeopathic Links,

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„Fauna und Evolution – Wirbellose, Fische und DD“
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Intensivseminare Barcelona „Tiefe Anamnese“ und „Kinder! Kinder“
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